Archiv für die Kategorie ‘wachstum’

wachstumskritik der FTD

14. Dezember 2009

hallo leute,

heute kommt die financial times deutschland mit einem unerwartet kritischen beitrag über den (un)sinn unendlichen wirtschaftswachstums daher. erfahrene leser meines blogs haben die meisten bausteine darin bereits in meinen beiträgen gelesen. zu finden in der groben sortierung unter wachstum. langsam tasten sich immer mehr mitmenschen zur wurzel des hauptproblems vor.

hier findet endlich mal ein positives wachstum statt!

„unser“ politikpersonal jedoch scheint den schuss immer noch nicht zu hören.

es grüsst

peteke

zeitungstipp

4. Dezember 2009

hallo leute,

morgen, am 5. dezember erscheint die taz unter dem thema bruttosozialglück. ich bin gespannt. links folgen!

immerhin wird in einigen beiträgen der wachstumswahn an sich in frage gestellt!

es grüsst

peteke

buchtipp

21. Oktober 2009

hallo leute,

heute komme ich mit einem buchtipp daher:

„Kleine Geschichte der Konsumgesellschaft. Konsum als Lebensform der Moderne“, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2008, 294 Seiten, 24,90 Euro

das, was aufmerksame menschen schon länger wahrnehmen, beschreibt der autor seinem buch: so kann es niemals weitergehen! kompetenz wird gewiss vorhanden sein:

Prof. Dr. Wolfgang König
TU Berlin
Institut für Philosophie, Wissenschaftstheorie, Wissenschafts- und Technikgeschichte
Fachgebiet Technikgeschichte
Straße des 17. Juni 135
10623 Berlin

das wachstums – und konsumthema kommt langsam aus der bloggosphäre und verschwörungstheorie- ecke heraus. wohltuend in der buchvorstellung ist, dass man nicht auf dem co2 problem herumreitet; dieser systemspielball wird dort nicht aufgegriffen.

es grüsst

peteke

zündende radiosendung

4. Oktober 2009

hallo leute,

die diskussion über den (un)sinn weiteren wirtschaftswachstums beginnt so langsam mehr breite in den hauptstrommedien zu bekommen.

am 2. oktober brachte der deutschlandfunk zur besten sendezeit die sendung:

Wirtschaft ohne Wachstum?
Auf der Suche nach einer politischen Ökonomie für das 21. Jahrhundert

gehört habe ich die sendung nicht, aber hineingelesen. die zukunft des bisherigen wachstumsmodelles bekommt die rote karte gezeigt, und das öffentlich – rechtlich. von der industriellen revolution über die wirtschaftswunderzeit nach dem 2. weltkrieg funktionierte es. zukunftsfähigkeit wurde in der sendung dem system nicht attestiert.

das verfalldatum ist längst erreicht!

es grüsst

peteke

milch

2. Oktober 2009

hallo leute.

die milchwellen schlagen mal wieder hoch, im wahrsten sinne des wortes. wo wird die lösung gesucht? zwei lösungsansätze von den erzeugerverbänden stehen sich gegenüber:
der bundesverband deutscher milchviehhalter e. v. folgt mit seiner argumentation dem gesunden verstand:

„Es ist nicht zu verantworten, angesichts leerer Kassen und der dramatischen Situation der Bauern weitere Steuergelder zu verschwenden. Wir brauchen jetzt dringend Maßnahmen, die die Milchmenge reduzieren.“

der deutsche bauernverband sucht das heil weiterhin in subventionierter überproduktion, wachstum um jeden preis:

Jetzt gilt es, auch in Schwellenländern wie China und Indien und in den Rohstoff exportierenden Ländern mit deutscher Milch und Milchprodukten wieder Fuß zu fassen, zeigte sich Sonnleitner überzeugt.

die politik wird die lösung im internationalen strudel finden. deutschland versorgt den zahlenden rest der welt mit milch.

milch(produkte) werden so oder so teurer werden, weil bislang künstlich billig gehalten. die offensichtlich wachstumsferne variante erscheint mir verträglicher.

es grüsst

peteke

wachstumsfeed

1. Oktober 2009

hallo leute,

zum thema wachstumskritik tut sich etwas in der hauptstromberichterstattung, wenn auch vorerst zaghaft: die süddeutsche bietet seit kurzem einen feed zum thema wachstum an. einfach in euren feedreader hineinkopieren und loslesen. bislang ist nur ein beitrag eingespeist. unkundige machen sich schlau auf meiner hauptseite: „was ist eigentlich rss?“ hier sind hilfreiche links zum thema erreichbar.

immerhin ein anfang!

es grüsst

peteke

wahlempfehlung

27. September 2009

hallo leute,

nach reiflicher überlegung bleibt mein wahlprüfstein fest.

es grüsst

peteke

co2 problem

23. September 2009

hallo leute,

die widerlegung des co2 problemes wäre nicht hilfreich. erster impuls wäre ein „weiter so“!

auch ohne co2 problem hätte dieses erfunden werden müssen, weil die wachstumsspirale so nicht weitergehen kann. die absolute zahl der weltbevölkerung ist nicht das hauptproblem. ein appell an „vernunft“ wäre niemals zielführend. das darf man nicht erwarten. so umstritten das co2 problem auch sein mag, es scheint auf der welt konsensfähig zu sein und stellt so gegenwärtig die einzige bremse dar, die genutzt werden muss. im nächsten schritt müsste das unheilvolle (wirtschafts)wachstum als leitbild des denken und handeln durch ein neues denkmodell abgelöst werden.

das streben jedoch vom armen rest der welt nach unserem lebensstandard ist das hauptproblem. 6 mrd. menschen oder mehr werden niemals alle autofahren, wohlklimatisierte wohnungen, rindfleisch und milch satt haben und den ganzen schnickschnack… das gibt der planet nicht her. niemand traut sich, das auszusprechen. das streben danach ist jedoch nachvollziehbar legitim.

unter der falschen flagge unendlichen wachstums müssen alle lösungsversuche scheitern. diese illusion, medienerzeugt, ist das riesenproblem. unser erfolgsmodell wird massiv beworben und diesem nachgeeifert. nach dem 2. weltkrieg war dieses modell hier für uns nachvollziehbar für den wiederaufbau richtig.

ich bewerbe diese betrachtungsweise schon lange in meinem blog. viele leser geben nur mündliche rückmeldungen. man scheint sich nicht zu trauen, fundamentalkritik am herrschenden system zu kommentieren, manche hören den weckruf erstmals.

die bühnen mögen sehr verschieden sein, ich erhoffe gewisse verträglichkeit, bestenfalls.

möge der dornröschenschlaf bald enden. hier bei uns sind (wirtschafts)wachstumserwartungen absurd, wenn man den rest der welt sieht. und: wir laufen willig in die falle, ein vorbild vorzulegen. die anderen beobachten uns noch(?)…

auswege für einen milden verlauf ist in ansätzen in den links meines vorbeitrages skizzziert. auch ich drücke mich vor einer antwort für die bislang so genannte dritte welt. ich fühle mich dazu nicht autorisiert. günstigtenfalls ein besseres vorbild werden wir liefern können.

es gibt ein leben nach dem wachstum.

es grüsst

peteke

schrott

22. September 2009

hallo leute,

der wahlkampf liefert genug auswurf zum titelthema. BoerseGo.de, schnörkellos und informativ, bietet interessantes dazu:

„Schrott läuft derzeit am besten“

rohstoffe in physischer form haben zukunft!

erfahrene leser ziehen dazu eigene schlüsse.

es grüsst

peteke

wie geht es weiter?

22. September 2009

hallo leute,

wasser auf die mühlen dessen, was auf meiner seite hoffentlich als roter faden erkennbar ist, wurde am vergangenem wochenende zumindest von der taz geliefert. innerhalb des „weiter so“ des denken in der systemebene wird kein ausweg für kommende probleme möglich werden.

im interview mit daniel cohn bendit, man muss ihn nicht mögen, skizziert dieser ansätze für neue herangehensweisen an künftige herausforderungen. bestes zitat:

Wir haben keine Opelkrise, wir haben eine weltweite Krise der Automobilindustrie.

undenkbar bislang, derartiges von spitzenpolitikern zu lesen.

die autoren des buches: das ende der welt, wie wir sie kannten, claus leggewie und harald welzer, geben ein interview. das buch las ich noch nicht, beobachtete dieses aber mit gespannter aufmerksamkeit, besonders die reaktionen. mein thema!

alllgemein ist mir erkenbar: provokationen in den fragen mögen journalistisch legitim sein, aber: ein gewisses unverständnis für die thesen bleibt, nicht alleinig den lesern wird vorausgeeilt.

es zeigt sich erneut folgendes:
unser gegenwärtiges politpersonal, ständig hört man das heil erwartend im wachstum, wirkt überwiegend ungeeignet für zielführende korrekturen, die nötig sind. diese gestalten sind nicht in der lage, über das bestehende system hinaus zu denken und zu handeln.

wichtig erscheint mir, sich frei zu machen von der vorstellung, ein zusammenbruch unserer jetzigen wirtschafts“ordnung“ wäre eine katastrophe, zumindest plötzlich.

die beschwörung der wachstumsnotwendigkeit ohne unterlass hat einen unangemessenen zugang in die köpfe zu vieler gefunden. danach scheint es kein kein gutes leben mehr zu geben, zumindest hier. ein kolllaps des gegenwärtigen wirtschaftssystems, dessen bestand sich ausschliesslich aus immerwährendem wachstum speist, scheint bei vielen menschen ein unangemessenes untergangsbild zu erzeugen.

das wird nicht eintreten. es gibt ein leben nach dem wachstum. vielmehr werden grossartige chancen geboten.

über das co2 problem gibt es einen gesonderten beitrag.

es grüsst

peteke