christian klar nachlese


hallo leute,

mein beitrag über christian klar sollte niemanden unberührt gelassen haben. leider sind bislang keine kommentarrückmeldungen auf dem blog eingetroffen, was ich in diesem fall sehr gut verstehen kann. in den hochzeiten des extremistenbeschlusses der damaligen bundesregierung hat das so manchen job im öffentlichen dienst gekostet. es sei daran erinnert, das im kommentar als absender lediglich vor und nach dem @ ein frei wählbares wort gefordert ist.

in der taz von heute spricht claus peymann, intendant des berliner ensembles in einem interviev zustimmend über klars grusswort.

auszug:

Man könnte meinen, dass man den Kapitalismus nicht mehr kritisieren darf.

Ja, es zeigt deutlich, wie dünn der Boden ist, auf dem die im Grunde noch junge deutsche Demokratie steht. Das, was Klar sagt, ist doch eigentlich die Meinung von fünf Milliarden Menschen auf der Welt. Er spricht das aus, was der weitaus größte Teil der Weltbevölkerung außerhalb von Westeuropa und Amerika denkt.

Sind Klars Ansichten auch Ihre Ansichten?

Na sicher sind das auch meine Ansichten. Es kann ja nicht sein, dass dieses kapitalistische System von Korruption und Verantwortungslosigkeit der Weisheit letzter Schluss ist. Wer einen halbwegs klaren Kopf hat, weiß doch, dass es nur eine Chance für die Zukunft gibt, wenn wir das System ändern. Das, was er sagt, ist die Wahrheit. Das amerikanisch-westeuropäische System unter Führung von George W. Bush kann nicht das Rezept für die Zukunft sein. Die westeuropäischen Demokratien haben zunehmend Probleme mit Korruption, Militarisierung und Gewaltbereitschaft – das kann doch nicht gut gehen. Das System ist bis ins Mark faul. Das weiß jeder Klarsichtige – apropos Klar.

ganzes taz interview

kritische stimmen will ich euch keineswegs vorenthalten, auch wenn viele von euch diese längst in den hauptstrommedien gelesen/gehört haben:

spiegel und zeit .

aus der form von klars sprache, welche unverkennbar ist, wird geschlossen, dass dieser unbelehrbar ist und deshalb nicht auf gnade hoffen darf.

ich möchte mich nicht dem verdacht des dumpfen antiamerikanismus aussetzen, auch wenn die usa eine dominante rolle im gegenwärtigen wirtschaftssystem spielen. stellenweise lässt sich das im peymann interview herausinterpretieren.

„wir“ haben die spielregeln längst gelernt, die menschen werden fortlaufend entwertet, wie man jüngst bei airbus erleben kann. das geht längst auch ohne die amerikaner. das schaffen wir schon selbst.

beobachten wir die weiteren entwicklungen aufmerksam und kritisch!

es grüsst

peteke

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Eine Antwort to “christian klar nachlese”

  1. Frank Herzig Says:

    Hai Pete,
    ich bin voll und ganz deiner meinung. denn es kann ja wohl nicht sein, dass der versuch der vernichtung der kapitalismuskritik (aus geschmeidigkeitsgründen um profite zu steigern) unkommentiert bleiben darf. es bläst sich ja auch gut, die melodie von den bösen roten schlächtern raf, die mal wieder in saus und braus leben dürfen. für mich zeigt sich in den üblichen reflexen der entrüstung einfach die totale schwäche und angst der politischen kaste. dämonisieren statt debattieren. das alte rezept, um sich der realität zu entziehen.

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