Archive for Dezember 2007

trauerfeier der besonderen art

30. Dezember 2007

hallo leute,

anlässlich im jahr 2008 neu inkrafttretender gesetze hier eine einladung zu einer trauerfeier der besonderen art in hamburg.

es grüsst

peteke

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bhuttomord

28. Dezember 2007

hallo leute,

benazir bhutto ist tot. sie lebte zeitweilig in amerika und hat dort studiert. absehbar war, dass sie im im fadenkreuz derer stand, die westliche einflüsse nicht wollen, schon garnicht mit den selbsternannten weltterrorbekämpfern der usa als führung. „wir“ sollten uns, denke ich, die vorstellung von der backe kratzen, dass „unser“ demokratiemodell mit seinen offensichtlichen schwächen ein weltweiter exportschlager ist. da muss noch etwas anderes geben.

die zeit kommentiert ungewohnt platt. differenzierter gibt sich die tagesschau.

bei mir bleibt ein nachgeschmack von märtyrerschaft bei benazir bhutto. ihr risiko, die politische bühne in pakistan so zu verlassen, war extrem hoch, fast vorhersehbar. mal schauen, wer das führungsvakuum füllt!

sie tut mir leid.

es grüsst

peteke

sparsames auto…

26. Dezember 2007

hallo leute,

neulich las ich beiläufg, dass die top karosse von mercedes benz s 600 mit 517 ps (nur) 14 liter auf 100 km verbraucht (leider nur ein autobild link). bei voller leistung ist das bestimmt mehr. aber, sehr platt gerechnet, sind das 30 milliliter, eineinhalb schnapsgläser pro ps auf 100 km. das macht bei 34 ps weniger als einen liter.

im flugzeugbau sind verbrauchszahlen pro passagier auf 100 flugkm gebräuchlich, warum sollten verbrauchszahlen im autobau pro ps auf 100 km nicht sein?

mitte der 70er schaffte mein vw käfer locker 15 liter, ähäm… und brachte mich überall hin. der fahrgenuss war sicher ein anderer.

zugegeben: mercedes schafft dieses ergebnis nur mit teurer hochtechnik. warum sollten diese kündigungsbedrohten klugen köpfe nicht einen extremsparmotor entwickeln und bauen können, wenn man sie liesse? am schluss stände gewiss eine überraschende lösung. aus gründen der konzernräson rechne ich jedoch eher mit der kündigungslösung, wenn die produktion von luxusautos nicht mehr lohnen sollte.

diese zugegeben platte zahlenspielerei zeigt, dass bei dem nötigen willen sparsame motortechnik bereits existieren könnte, aber nicht vorangetrieben wird. das potential ist da.

los geht’s!

es grüsst

peteke

krieg gegen deutsche autobauer!

20. Dezember 2007

hallo leute,

wie scheinen uns in einem beginnenden krieg zu befinden: umweltminister gabriel sieht einen „wettbewerbskrieg“ und wirtschaftsminister glos macht sogar einen vernichtungsfeldzug daraus. nicht auszudenken, was denen so über die lippen gehen würde, wenn wir in einen echten krieg verwickelt würden. klarer fall von kontrollverlust dieses politischen personals.

schlimm: die potentielle kreativität und die fähigkeiten deutscher autobauer (die mit den schmutzigen fingern) werden über gebühr beleidigt. arbeitsplätze müsten keinesfalls verloren gehen. dem technischen personal ist unbedingt zuzutrauen, zügig sparsame und abgasreduzierte autos zu bauen, wenn man das wollte. die hauptstossrichtung vom autoherstellermanagement (die mit den sauberen fingern) ist jedoch das ps-protzende zweitonnen modell gewesen. intensive werbung hat planmässig ein kaufwilliges publikum gefunden. den konzernherren ist zuzutrauen, tausende hochqualizierte autobauer auf die strasse zu setzen, weil sich die produktion ps-protzender zweitonnenmodelle nicht mehr lohnt und man aus trotz keine situativ angepassten autos bauen will. diese absehbare erpressung kommt sicher.

auch schlimm: emsig wird bereits ein blick in die wirtschaftswachstumswunderkiste geboten: Zudem dürften als Folge große Autohersteller bestrebt sein, kleine zu übernehmen, um im Durchschnitt auf eine niedrigere Emissionszahl zu kommen. ein besonderer mix wird gewiss gelingen, damit genug leute weiterhin zweieinhalb tonnen fast mit panzermotorisierung durch die gegend fahren können. genau das müsste von der politik unterbunden werden! ungünstigstenfalls bringt dieses kommende firmengeschacher den konzernen auch noch steuervorteile.

man hört und liesst in letzter zeit bedenken, dass kommende zeiten eine ökodiktatur bringen könnten. meine antwort darauf: untersucht die meldungen in letzter zeit doch einmal darauf, ob sich teile davon deuten lassen als hinweis, dass wir uns bereits in einer wachstumsdiktatur befinden, deren sachzwängen wir uns zu beugen haben.

diese autogeschichte wäre ein beginn.

es grüsst

peteke

solide arbeit

20. Dezember 2007

hallo leute,

jenseits medienwirksamer aktivitäten der globalen wirtschaft gibt es unternehmen meist mittelständischer art, die sich wirklich auf das konzentrieren, was sie gut können. ich meine vor allem die unternehmensleitung. die möchten selbstverständlich auch geld verdienen, gehen aber nicht grossmäulig wie viele konzerne da heran und wollen nicht in die schlagzeilen geraten. ihre guten produkte haben gewiss einen nötigen preis, den die sachen auch wert sind und dieser wird auch (gerne) gezahlt. es geht also auch anders.

interessant aus meiner archivhalde zu lesen.

darf es noch ein bisschen billiger sein, aber dafür scheisse mit sollbruchstelle hat hier gewiss keine chance. ein plakat mit grossen buchstaben gibt es hier ebenfalls nicht.

hoffnungsvoll grüsst

peteke

deutsche autos…

19. Dezember 2007

hallo leute,

was für ein gejammer! wenn deutsche autobauer weiterhin die leute hier mehr als woanders übermotorisieren und schnell (sic!) zweieinhalb tonnen mit einer person durch die gegend kacheln, ist von vielen da etwas wohl nicht verstanden worden. es trifft die richtigen. die überzweitonnen ps- protze werden ja nachgefragt und gekauft. alles hat seinen preis!

als trost aus dem archiv: best of!

es grüsst

peteke

unsere schöne wachstumswelt

19. Dezember 2007

hallo leute,

uninfiziert vom augenblicklichen wachstumsvirus stelle ich zur diskussion:

wir normalen lohnabhängigen haben im weltvergleich unglaublichen fast jederzeit verfügbaren luxus: relativ hochwertige nahrung, thermische wärme, licht, behausung, infrastruktur (gesundheitswesen, verkehr, bildung, naja… ), mit hohem preis, aber zahlbar. steigerungsbedürfnisse und wachstumsbegehr, allgegenwärtig abzuleiten, erscheinen pervers, wenn man sich in die lage begibt, weltweit umherzuschauen. dieser systemball sollte möglichst nicht aufgenommen werden. systemposauntes wachstum erzeugt selbstverständlich begehrlichkeiten, die nachvollziehbar erscheinen. überall steigern sich gewinne und die letztlich subalternen erbringer haben keinen gerechten anteil daran. ankündigungen im öffentlichen dienst (1 und 2) machen sinn, wenn man diesem denken folgt.

ein zeichen wäre, wenn „die wirtschaft“ ihr handeln darauf ausrichtete, lediglich das zu erzeugen, was wirklich notwendig ist. die leitschnur fehlt: nicht das maximal mögliche, sondern das essentielle. viele menschen, die sich dieser täglichen gehirnwäsche bislang nicht ausgesetzt haben, würden mitziehen.

diese wachstumsspirale muss unterbrochen werden.

auch ohne das co2 problem würde das ebenfalls niemals lange funktionieren.

es grüsst

peteke

afrikabild…

11. Dezember 2007

hallo leute,

als nachlese zu der afrika konferenz in gibraltar ein älterer bericht von telepolis news. hochaktuell jedoch die haltung, mit der das thema behandelt wird. es geht hauptsächlich um solarstromproduktion für europa in afrika. in epischer breite wird über das technische geschrieben. die afrikaner kommen nicht zu wort.

so ist das!

es grüsst

peteke

postmindestlohn

9. Dezember 2007

hallo leute,

ich denke, das thema verdient eine ergänzung. es wird wenig gefragt, warum die post eigentlich massenhaft billigkonkurrenz bekommen soll und was diese dann wachstumsgesteigert für sendungen befördern soll. gewiss warten die nicht auf einen handgeschriebenen brief vom halligleuchtturmwärter an seinen kumpel, der auf der zugspitze die seilbahn bedient.

es geht also eher um leichtzustelbare massendrucksachen in ballungsräumen, diese ungeliebten briefkastenfüllungen. für das papier wird weltweit tüchtig abgeholzt, mit frischwasserverbrauch und abwassererzeugung produziert, unter energieverbrauch durch die lande gekarrt und dann ungelesen ab in den container mit dem umweltengel damit. untersuchungen dazu gibt es gewiss. damit diese ganze kacke ordendlich brummt, werden hier billige lohnsklaven gebraucht. eine nichtverbilligung durch mindestlöhne wäre auch der hauch einer abbremsung dieses treibens.

warum werden von gewiss bestehenden sachkundigen kreisen solche zusammenhänge nicht in die laufende diskussion gebracht? hauptsächlich die gehirnwaschmaschinenartigen massenmedienmedien bestimmen die themen. verbände, die öffentlichkeitsmacht hätten, halten sich zurück, obwohl die damit punkten könnten. die zusammenhänge sind offensichtlich.

das wirtschaftswachstumssteigerungssystem läuft wie geschmiert. kaum jemand fragt, wem es nützt.

der wahnsinn hat einen langen arm.

es grüsst

peteke

unser wohlstand

1. Dezember 2007

hallo leute,

wir sitzen im wohligwarmen zimmer unserer wohnung, hell beleuchtet. der computer entführt uns in die weite welt des internet, das tv läuft im hintergrund. wie nehmen uns einen happen aus unserem kühlschrank, reichgefüllt mit lebensmitteln aus aller welt. vor der tür steht unser auto. wenn wir möchten, fliegen wir mal eben zum shopping nach mailand (keine werbung, nur beispiel!)

kann ja ganz nett sein. aber:

hier ist keineswegs ein oberschichtleben skizziert. jedem sei das gegönnt, ich habe auch gewissen anteil daran. keineswegs jedoch ist dieser lebensstil geeignet als vorbild für über 6 milliarden menschen auf dieser welt. die schauen auf uns!

ressourcen- und klimaprobleme geben den lebensgrundlagen auf diesem planeten irgendwann endgültig den rest, wenn das alles planmässig so weitergeht. wenn man die bausteine von dieser gegenwärtigen lebenswirklichkeit vieler leute genau anschaut, entdeckt man, dass alles dies irgendwie mit transport und energieverbrauch zusammenhängt. umweltbelastung ist die nebenwirkung.

ist dieser lebensstil, ständiges wachstum ist in arbeit, als exportartikel weltweit geeignet? schliesslich ermöglicht ist das alles keineswegs aus nächstenliebe, an allen elementen wird in der summe astronomisch verdient. die möglichkeiten dazu werden fast ausschlieslich von multinationalen grosskonzernen vorgegeben.

ausnahmsweise bewerbe ich einen trend aus amerika: downshifting. ich schrieb darüber in meiner altmodischen mailingliste.

geht alle mal in euch.

es grüsst

peteke