unser wohlstand


hallo leute,

wir sitzen im wohligwarmen zimmer unserer wohnung, hell beleuchtet. der computer entführt uns in die weite welt des internet, das tv läuft im hintergrund. wie nehmen uns einen happen aus unserem kühlschrank, reichgefüllt mit lebensmitteln aus aller welt. vor der tür steht unser auto. wenn wir möchten, fliegen wir mal eben zum shopping nach mailand (keine werbung, nur beispiel!)

kann ja ganz nett sein. aber:

hier ist keineswegs ein oberschichtleben skizziert. jedem sei das gegönnt, ich habe auch gewissen anteil daran. keineswegs jedoch ist dieser lebensstil geeignet als vorbild für über 6 milliarden menschen auf dieser welt. die schauen auf uns!

ressourcen- und klimaprobleme geben den lebensgrundlagen auf diesem planeten irgendwann endgültig den rest, wenn das alles planmässig so weitergeht. wenn man die bausteine von dieser gegenwärtigen lebenswirklichkeit vieler leute genau anschaut, entdeckt man, dass alles dies irgendwie mit transport und energieverbrauch zusammenhängt. umweltbelastung ist die nebenwirkung.

ist dieser lebensstil, ständiges wachstum ist in arbeit, als exportartikel weltweit geeignet? schliesslich ermöglicht ist das alles keineswegs aus nächstenliebe, an allen elementen wird in der summe astronomisch verdient. die möglichkeiten dazu werden fast ausschlieslich von multinationalen grosskonzernen vorgegeben.

ausnahmsweise bewerbe ich einen trend aus amerika: downshifting. ich schrieb darüber in meiner altmodischen mailingliste.

geht alle mal in euch.

es grüsst

peteke

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4 Antworten to “unser wohlstand”

  1. Gilbert Says:

    Ist ja ok, aber worin besteht das „Leben“? Faul in der Hängematte liegen kann man in der Karibik, aber nicht auf Wangerooge im Dezember. Außerdem ist das auf die Dauer auch öde. Weg von der Hektik und dem Konsum ist ja ok, aber ohne Aufzeigen eines Ausgleichs bringt das wenig.

  2. peteke Says:

    moin gilbert,

    erfreulich, dass du mittlerweile milder gestimmt bist. unsere kommentare überkreuzen sich, „… der letzte macht das licht aus“ hat just einen eintrag von mir bekommen.
    „leben“ sollte nicht aus verfügbaren käuflichen angeboten gegenwärtig beworbener nettigkeiten ausschliesslich bestehen.

    da ist anderes möglich!

    gruss
    peteke

  3. Gilbert Says:

    Moin peteke,

    man muss aber auch eine Alternative aufzeigen und die Leute irgendwie erziehen. Wenn sie hinterher nur noch vor dem Fernsehen abhängen oder eine Sauforgie nach der anderen veranstalten, ist kaum etwas gewonnen. Man muss was mit sich selber anfangen können. Das ist schwierig, wenn alle seit frühester Kindheit auf Konsum konditioniert sind. Wer hat heute noch Hobbies, die die zusätzliche Freizeit und den Minderkonsum produktiv kompensieren, also tatsächlich mit „Leben“ füllen? Ich hab‘ da keine Probleme, du vielleicht auch nicht (?), aber die große Masse?

    Gruß Gilbert

  4. peteke Says:

    moin gilbert,

    uns zwei gibt es schon eimal. ich leiste mir teilzeitarbeit. die erzieher aus deiner schilderung müssen abgesägt werden!

    gruss
    peteke

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