kollaps


halllo leute,

arte brachte heute abend einen themenabend : ölkollaps. die netzpräsens finde ich ziemlich schlecht, einigen wenigen wird schnell einiges da auffallen. lobenswert waren klartextausschnitte, dass der weltrohölbestand unübersehbar zuende geht. schliesslich drängen sich jetzt nationen um diese sich nicht wie gewohnt weiter füllenden töpfe, die vor 20 – 40 jahren noch nicht davor standen. hier wird das öl knappwerden, und andere staaten mit riesigem bedarf kommen noch dazu!

unter dem strich bleibt: in den hauptstrommedien wurde derartiges bislang nicht wirklich gebracht. meine wenigen leser sollte diese arte sendung wenig überraschen.

welch ein böses glück

es grüsst

peteke

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4 Antworten to “kollaps”

  1. Gilbert Says:

    hallo peteke,

    ich hoffe, du siehst mich nicht als lästigen miesepeter, aber die sache mit der ölknappheit stimmt nur zum teil und betrifft die leicht förderbaren vorkommen. am anderen ende der skala stehen beispielsweise die ölschiefervorkommen, von denen es dermaßen riesige vorkommen gibt, dass das daraus gewonnene öl mindestens so lange reicht wie die kohle – und von der gibt es an relativ leicht abbbaubaren vorräten genug für ca. 600 jahre (selbst viele der im ruhrgebiet geschlossenen zechen hätte noch abbaubare flöze für ca. 300 jahre). der literpreis für das zeug entspräche etwa dem heutigen, wenn man sämtliche steuern streichen würde.

    die frage ist vermutlich noch nicht mal, ob man das abbauen will. nimm das öl weg, und wir fallen gesellschaftlich zurück ins frühe mittelalter, und zwar im üblen sinn mit aufruhr, völkermord, hungerkatastrophen und seuchen. unsere politiker schleimen sich zwar immer einen zurecht mit weg-von-den-fossilen-energien, tun aber alles, damit das nicht passiert. wir werden als gesellschaft wohl gar nicht darum herumkommen, wobei aber diesmal die vorräte ziemlich komplett in „westlichen“ ländern liegen und nicht bei den arabern.

    gruß gilbert

  2. peteke Says:

    moin gilbert,

    wegen einiger nachtdienste bin ich nun verzögert wieder an deck, hier der versuch einer antwort:

    gesellschaftlich ist dein einwand gewiss zutreffend. barbarei erleben wir hier lediglich indirekt auf dem sofa, sie ist nur nicht hier. unsere erlebte friedenszeit ist mit die längste in der geschicht unseres landes. ich bewerbe hier keinesfalls die barbarei als zyklische normalität, die statistisch überfällig ist. sieh aber auch positive aspekte, die eintreffen werden: zersiedelung und zentralisierungswahn hört auf. kleinräumige strukturen müssen und werden entstehen. siedlungen und dörfer ohne fussläufige infrastruktur kann es nicht mehr geben. masseneinwanderung, wie derzeit erlebt, ist nicht mehr möglich. die nachteile dieses treibens gehen dann zurück. riesenstädte werden schrumpfen, weil niemand mehr die versorgung bezahlen kann, wie auch immer. heutiger wachstumsirrsinn wird negativ werden. konsumschnickschnack, hauptlebensinhalt zu vieler menschen, wird es so kaum noch geben.

    aus dem gegenwärtigem system heraus gedacht, denkst du natürlich völlig richtig: der systemerhalt braucht fossile rohstoffe. riesendummheiten wurden bereits geleistet, gegen alle trends schrieb ich schon früh:

    https://peteke.wordpress.com/2007/01/31/steinkohle/

    kohleförderung aus deutschland wird wiederkommen (müssen). hier würde man nicht unendlich lange mit dem arsch auf der vorhandenen kohle frieren und keinen strom haben. die kohle ist da. ein technologieschub (co2…) würde das gewiss ermöglichen. einspeisung der kohle jedoch in das unseelige getriebe jetzigen marktgetues wäre absurd, auch wenn verlockende preise vom rest der welt das nahelegen, aber unter gegenwärtiger politik und wirtschaft konsequent.

    nachsatz: du wohnst, wenn ich das richtig sehe, wir sind ja recht öffentlich, in einem sehr kleinem ort (und ich absolut metropol). erfahrungsgemäss gibt es dort nur wenig ausländeranteil und nur sehr selten eine moschee. hab‘ keine angst.

    gruss
    peteke

  3. Gilbert Says:

    Hallo, peteke. Hab‘ das hier wegen feed-Schwierigkeiten erst sehr spät mitbekommen (siehe anderen Beitrag).

    Stimmt, wo ich jetzt wohne, gibt es nur wenige Ausländer, und die machen sich hier gegenseitig Konkurrenz als Unternehmer: eine Pizza-Bude+Eisdiele (Italiener), ein Italo-griechisches Restaurant (Italiener) und eine Döner-Pizza-Pommes-Bude (Türken). Die meisten waren zumindest als Jugendliche auch im örtlichen Fussballclub, und die Kneipen sind wiederum Treffs für die örtliche Landjugend. Keine Ghettos, keine Möglichkeit sich abzusondern, kein Problem.

  4. peteke Says:

    moin gilbert,

    ich habe bei wordpress wissentlich nix umgestellt. aber jetzt, wo du das problem beschreibst:

    Zur Erinnerung – zufälliger älterer Beitrag: Neue Studiengänge

    ist in meinem feedreader netvibes, den ich seit ungefähr einem halben jahr nutze, nicht durchgekommen.

    gruss

    peteke

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