Archive for Oktober 2008

neues aus der arbeitswelt

31. Oktober 2008

hallo leute,

heute verlinke ich zu dilbert auf deutsch zum durchblättern.

aus

viel spass!

es grüsst

peteke

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klassiker

29. Oktober 2008

hallo leute,

zum derzeitigen treiben um uns herum bringe ich euch ein gedicht von kurt tucholsky:

Wenn die Börsenkurse fallen,

regt sich Kummer fast bei allen,

aber manche blühen auf:

Ihr Rezept heißt Leerverkauf.


Keck verhökern diese Knaben

Dinge, die sie gar nicht haben,

treten selbst den Absturz los,

den sie brauchen – echt famos!


Leichter noch bei solchen Taten

tun sie sich mit Derivaten:

Wenn Papier den Wert frisiert,

wird die Wirkung potenziert.


Wenn in Folge Banken krachen,

haben Sparer nichts zu lachen,

und die Hypothek aufs Haus

heißt, Bewohner müssen raus.


Trifft’s hingegen große Banken,

kommt die ganze Welt ins Wanken –

auch die Spekulantenbrut

zittert jetzt um Hab und Gut!


Soll man das System gefährden?

Da muss eingeschritten werden:

Der Gewinn, der bleibt privat, die

Verluste kauft der Staat.


Dazu braucht der Staat Kredite,

und das bringt erneut Profite,

hat man doch in jenem Land

die Regierung in der Hand.


Für die Zechen dieser Frechen

hat der Kleine Mann zu blechen

und – das ist das Feine ja –

nicht nur in Amerika!


Und wenn Kurse wieder steigen,

fängt von vorne an der Reigen –

ist halt Umverteilung pur,

stets in eine Richtung nur.


Aber sollten sich die Massen

das mal nimmer bieten lassen,

ist der Ausweg längst bedacht:

Dann wird bisschen Krieg gemacht.


Kurt Tucholsky, 1930, veröffentlicht in „Die Weltbühne“ (!)


nachtrag: das gedicht ist wohl doch nicht von kurt tucholsky. interessierte lesen hier und hier.

pardon!

es grüsst

peteke

bodenlosigkeit

28. Oktober 2008

hallo leute,

aufmerksame leser meines letzten beitrages na bitte, die den link auf die süddeutsche zeitung aufgemacht haben… werden bemerkt haben, das rettungspaketbedarf auch von der autoindustrie in amerika angemeldet wurde. unerwartet schnell passiert das nun auch in deutschland. die taz berichtet.

bald ist weihnachten und alle wollen ihre pakete aufmachen!

es grüsst

peteke

na bitte

27. Oktober 2008

hallo leute,

heute wird in der süddeutschen berichtet, dass in amerika die ersten versicherungen auch ein rettungspaket wollen. seit jeher kommen die sachen mit verspätung zuverlässig über den grossen teich auch zu uns. wir brauchen also nur darauf zu warten.

soviele rettungspakete lassen sich garnicht schnüren, wie zukünftig gebraucht werden! wahrscheinlich wird bald mehr geld gedruckt, um diese zu stopfen. bruce ismay lässt kapitän smith die männer noch ein paar schaufeln kohle mehr drauf schippen!

und ich sach‘ noch…

es grüsst

peteke

beamtete nacktscanner- spanner?

25. Oktober 2008

hallo leute,

in der berichterstattung zum thema wird oft vorweggenommen, dass die polizei die kontrollen auf den flughäfen vornimmt. jeder flugreisende weiss, dass das ganz anders ist: angehörige von sicherheitsfirmen, die als arbeitgeber in keinem guten ruf stehen, erledigen das.

natürlich kontrollieren auch beamte fluggäste. auf den flughäfen hier sind das jedoch überwiegend vorgenannte angestellte. das sollte den berichterstattern eigentlich klar sein. ich deute das so, dass die gefühlte sicherheit dadurch erhöht und die fortlaufende privatisierung verschleiert werden soll.

wie auch immer: nacktscanner scheinen zur zeit eh‘ nicht durchsetzbar zu sein.

es grüsst

peteke

neulich im wettbüro

21. Oktober 2008

hallo leute,

in hamburg ist eine lehmann – anlegerin für ihr verbranntes geld von ihrer bank entschädigt worden. da soll mal einer sagen, dass das wirtschaftswahnsinnsystem seine kinder nicht schützt!
lehmannbasierte finanzprodukte werden ja wohl nur von leuten erworben, die vorher mit unverschämten gewinnversprechungen geködert worden sind. intention war wohl nicht ein sicherheitebedürfnis, wie bei den menschen, die ihr geld auf schlechtgeredeten sparbüchern haben.

darauf gibt es nur eine antwort:

ich will auch teilhabe an den rettungspaketen!
neulich habe ich auf der pferderennbahn 1000 euronen verloren. ich habe mich keinesfalls leichtsinnig verhalten. ausgewiesene experten haben mich beraten. die frau am totalisator und der stallbursche schworen, dass der gaul gewinnen wird. mehr absicherung geht eigentlich nicht.  leider fiel der jockey vom pferd und nun bin ich pleite. den gewinn hatte ich schon fest verplant für die ausbildung meiner kinder…schluchz…

nachtrag: meinen beitrag haben die lübecker nachrichten als link gebracht.

es grüsst
peteke

schande!

21. Oktober 2008

hallo leute,

heute berichten die medien über die oecd attestierte wachsende kluft (hier funktioniert das wachstum!) zwischen arm und reich in deutschland.

politücker, schämt euch!

es grüsst

peteke

beleidigte leberwürste

20. Oktober 2008

hallo leute,

Der Chef der Deutschen Bank würde sich „schämen“, Staatsgeld anzunehmen.

das politikpersonal reagiert betroffen. jahrelang päppelten wechselnde regierungen die grossen konzerne durch gute rahmenbedingungen und nun dieses. tragen die denen als nächstes noch das steuergeld hinterher? das verleitet mich zu der überlegung, dass es den banken in deutschland so nicht schlecht gehen kann, obwohl da immer astronomische summen genannt wurden. klappern gehört ja bekanntlich zum handwerk.

die politiker sollten genau nachschauen, ob da nicht gerade mit steuergeldern ein fettes schwein mit schmalz beschmiert wird!

es grüsst

peteke

vorwegnahme

20. Oktober 2008

hallo leute,

in amerika sorgt man sich darüber, dass hacker das finanzsystem manipulieren könnten. anlässlich des jüngsten zusammenbruches wird gemutmasst, dass diese schon mitgemischt haben, tp berichtet. ich denke jedoch, dass dies garnicht nötig war. ein überhaupt nicht unrealistisches szenarium bietet der film „stirb langsam 4.0„. die actionszenen sind zwar arg übertrieben, aber die geschichte ist gut, zeigt sie doch, was denkbar ist, wenn alles, was computergeregelt und zudem vernetzt ist, ausfällt oder manipuliert wird.

der ungebrochene hang zur übervernetzung macht alle systeme anfällig für unberechenbare störungen. das gilt nicht nur für den technischen bereich!

es grüsst

peteke

zukunft!

17. Oktober 2008

hallo leute,

der deutsche staat „stabilisiert“ nun also mit dem heute im bundestag durchgewinken 480 milliarden rettungspaket die banken. ungünstigstenfalls ist dieses geld vollständig versenkt, wenn es in anspruch genommen wird. woher dann der staat das geld ohne steuererhöhungen bekommen will, ist vielen schleierhaft. erste stimmen sprechen schon von nötigen steuererhöhungen, obwohl das inkompatibel mit der neoliberalen heilsle(e)(h)re ist.

das ganze weltweite wirtschaftssystem mit seinem unendlichen steigerungsbedarf, wachstum genannt, wird als problem nicht erkannt und kaum angetastet.

perspektivisch vermute ich, dass die versicherungen weltweit in eine vergleichbare lage wie die banken jetzt geraten. wird dann ein zweites rettungspaket fällig? immerhin haben, breit beworben, viele menschen teile ihrer altersversorgung in form dieser finanzprodukte.

nicht müde werde ich, die stets schlechtgeredete staatliche rente zu bewerben:

von den urgrosseltern sind die beitragszahlungen durch schlimme zeiten gerettet worden, nämlich zwei weltkriege, inflation 1923 und währungsreform 1948

diese stabilität dürften heute 30jährige nicht von gegenwärtigen finanzprodukten erwarten, die für die altersversorgung gedacht sind.

es grüsst

peteke