Archive for Januar 2009

blogpause

29. Januar 2009

hallo leute,

krankheitsbedingt wird es hier eine längere blogpause geben.

es grüsst

peteke

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veranstaltungstipps

24. Januar 2009

hallo leute,

für die hamburger leser ein veranstaltungstipp:

Franz Schultheis: Flexibilität-Prekarität

Zwei Gesichter der Unternehmensmodernisierung

28. Januar 2009

Was geschieht mit einem Schweizerischen Traditionsunternehmen mit bester Bilanz und dem Stolz, noch nie einen Arbeitnehmer entlassen zu haben, wenn es sich unter den Auspizien der Consultants von McKinsey modernisieren lässt? Dieser Frage konnte eine kleine Gruppe von Soziologen vor einigen Jahren nachgehen. Hierbei trat ihnen das Janus-Gesicht des Neuen Geistes des Kapitalismus ungeschminkt entgegen. Unter dem Leitkonzept des managerialen new-speak, der sog. „employability“ wurde eine 180 Grad-Wende der bisherigen paternalistischen Unternehmenspolitik eingeleitet und legitimiert. Arbeitsverhältnisse wurden innerhalb kürzester Zeit flexibel und prekär zugleich. Die Freistellung von Tausenden von langjährigen Mitarbeitern wurde von der Einführung eines Bonus-Systems für Führungskräfte begleitet. Die Geschichte dieser Schweizer Grossbank erscheint hierbei wie eine idealtypische Exemplifizierung der jüngsten Finanzkrise und ihrer Ursachen in einer Radikalisierung und Entregulierung kapitalistischen Geistes.

Prof. Dr. Franz Schultheis, Soziologe, Professor für Soziologie an der Universität St. Gallen (Schweiz)

Moderation: Natalie Grimm, Diplom-Sozialwirtin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich „Die Gesellschaft der Bundesrepublik“ am Hamburger Institut für Sozialforschung

Beginn: 20 Uhr (Einlass ab 19.30 Uhr)
Ort: Hamburger Institut für Sozialforschung, Mittelweg 36

es grüsst

peteke


wahlgewinner in hessen

19. Januar 2009

hallo leute,

klarer gewinner bei der wahl in hessen 2009 ist mit 39 prozent die nichtwählerpartei.

die menschen haben die schnauze voll!

es grüsst

peteke

neues von gerhard schröder

15. Januar 2009

hallo leute,

so lange der politikbetrieb in der brd gmbh (gesellschaft mit beschränkter hoffnung) solche gestalten gebiert, besteht keine hoffnung auf umfassende lösung anstehender probleme. die meisten sorgen in ihrer mandatszeit gut alimentiert vor allem für sich selbst. das ist weltweit zu beobachten.

ganz neues personal muss her!

es grüsst

peteke

am deutschen wesen mag die welt genesen?

14. Januar 2009

hallo leute,

mit dem denken aus dem system heraus, das uns umgibt, ist das so eine sache. wenn dann noch die vorstellung besteht, wir könnten menschen in anderen teilen der welt von den vorzügen, so einleuchtend diese im einzelfall auch sein mögen überzeugen, gerät man schnell in eine sackgasse.

das passiert im moment.

der eindruck wird erweckt, die entwickelten staaten werden den lebensraum auf diesem planeten retten.

es kann ganz anders kommen. in der zeit war am 8.1.2009 ein interessanter bericht zu lesen. es ging um ein projekt von osram, bei dem die fischer am victoriasee ermuntert werden sollten, ihre benzinlampen durch solarakku – gespeiste energiesparlampen zu ersetzen. sie hätten objektiv geld gespart und viele weitere vorteile lägen auf der hand.

pessimistisch endet der bericht mit dem recycling der hinterlassenschaften.

…ihr ahnt es: das projekt ist grandios gescheitert.

den kenianischen fischern war es aus vielerlei gründen nicht möglich, das angebot anzunehmen. einzig mit marktwirtschaftlicher sicht ist der markt beforscht worden. wie die menschen dort denken und drauf sind, fand keine beachtung. 1994 war ich in gambia in westafrika ausserhalb der hotelwelten für zwei wochen im urlaub mit ztw. familienanschluss. ich hatte schöne und haarsträubende erlebnisse. schnell habe ich erfahren, wie andere menschen sein können. meine kurze urlaubserfahrung empfinde ich schon als ausreichend, um mich über den reinfall am victoriasee überhaupt nicht zu wundern.

es reicht nicht, nur technisch gut zu sein. sorgfältige leser vergleichen den osram link mit dem zeit bericht.

ein teil von euch wird sich wundern, so läuft das!

es grüsst

peteke

beissreflex

12. Januar 2009

hallo leute,

das kränkelnde weltfinanzsystem und der ganze globalisierungszauber tun unserem lebensraum „erde“ schon lange nicht mehr gut. die lösung der probleme, die daraus weiterwachsen, hier findet ein echtes wachstum statt, werden gewiss nicht durch eine weitere weltweite vernetzung gelöst. es wird gegenwärtig nur vernetzt, was viel profit abwirft und diese spirale fördert.

das führungspersonal weltweit starrt weiterhin aus der systemsicht heraus auf die wachstumszahlen, wohl und wehe scheinen davon abzuhängen. alles dreht sich darum, ein „weiter so“ zu ermöglichen.

die heute hochentwickelten industriestaaten geben den aufstrebenden schwellenländern das vorbild und die illusion:

6 milliarden menschen können so luxuriös leben wie wir! das wird der planet erde aber niemals hergeben.

langfristig wird die lösung in der kleinräumigkeit, einer lokalisierung als gegenmodell liegen. dann kommen wieder die nationalstaaten ins spiel. hier in deutschland ist das traditionell in teilen der letzten generationen angstbesetzt.

der linke autor jürgen elsässer hat eine volksfront gegen das finanzkapital gegründet. zuverlässig kommt die taz dem erwarteten beissreflex nach. hauptsorge ist dort, dass mit rechten paktiert wird, anschlussfähigkeit an extreme rechte wird befürchtet. da gäbe es nach der reinen le(eh)re? unendlich viel! inhaltlich findet eine auseinandersetzung nicht statt, obwohl mir das sehr nötig erscheint.

bislang ist über jürgen elsässers neugründung noch nichts aus erster hand zu lesen. ich bleibe dran.

die ideen wirken richtig. jürgen, lass dich nicht beirren!

es grüsst
peteke

zivilisationsstabilität?

8. Januar 2009

hallo leute,

der gegenwärtige trend zur zentralversorgung unserer bevölkerung hier erscheint ungebrochen: strom, fernwärme, lebensmittel usw. . die abhängigkeit von gut funktionierenden transportsystemen ist offensichtlich: leitungsnetze und transportwesen. nur wenige menschen scheinen darüber nachzudenken, wie anfällig das alles für störungen ist. im zusammenhang mit dem stopp der gaslieferungen aus russland schreibt die ftd, dass die maroden pipelines in der ukraine hochgefährdet sind für schäden, weil diese nicht im betrieb sind. ein längerer ausfall erscheint möglich, selbst wenn die gaslieferungen wieder aufgenommen werden sollten.

unverdächtig und unerwartet für kritik am gegenwärtigen treiben bietet der focus allgemeinen interessanten stoff zum thema. maximalszenarien werden keinesfalls bemüht.

links, die weitehelfen können:

bbk

tipps und tricks

es grüsst

peteke

krisenopfer

7. Januar 2009

hallo leute,

der angeschlagene finanzmarkt fordert opfer auch ganz oben. selbstmorde armer leute werden kaum der finanzkrise zugeschrieben. adolf merckle hat sich offensichtlich an vw aktien die finger verbrannt. ich schrieb bereits darüber.

er hätte leidenschaftlicher familienunternehmer bleiben sollen!

mein beileid.

es grüsst
peteke

satire?

5. Januar 2009

hallo leute,

heute präsentiere ich euch etwas, dass ich bei survival press gefunden habe:

(kursiv ist eingesetzt, erreicht wird der verlinkte originalbeitrag mit etwas rollen; wenn man schon rollt: bemerkenswert auch der beitrag im thread von „stickstoff“, einem 18jährigen …)

Toller Link!  Oder man kann es auch so beschreiben:

Subprimes for Dummies
Resi besitzt eine Bar in der Münchner Innenstadt. Um den Umsatz zu steigern beschließt sie, die Getränke der treuen Kundschaft – mehrheitlich Alkoholiker ohne Arbeit – aufzuschreiben (ihnen also Kredit zu gewähren). Das spricht sich herum und dadurch drängen sich immer mehr Kunden in Resi`s Bar. Da die Kunden sich um die Bezahlung vorerst keine Sorgen machen müssen, verteuert Resi die Preise für Wein und Bier, die meistkonsumierten Getränke, und erhöht damit massiv ihren Umsatz.

Der junge und dynamische Kundenberater der lokalen Bank sieht in diesen Kundenschulden wertvolle künftige Guthaben und erhöht die Kreditlinie für Resi. Er macht sich keine großen Sorgen, er hat ja die Schulden der Alkoholiker als Deckung.

Am Sitz der Bank transformieren top ausgewiesene Banker diese Kundenguthaben in SUFFBOND, ALKBOND und KOTZBOND um. Diese Papiere werden dann weltweit gehandelt. Niemand versteht zwar, was die Abkürzungen bedeuten und wie sie garantiert werden. Da die Kurse aber steigen, werden die Papiere ein Renner.

Eines Tages und obwohl die Kurse immer noch steigen, stellt ein Risk Manager (inzwischen selbstverständlich entlassen –Begründung: er war zu negativ) der Bank fest, dass man die Schulden der Alkis von Resi`s Bar langsam einfordern sollte. Die können aber nicht zahlen. Resi kann ihren Kreditverpflichtungen nicht nachkommen und macht Konkurs. SUFFBOND und ALKBOND verlieren 95%, KOTZBOND hält sich besser und stabilisiert sich nach einem Verlust von 80%.

Die Lieferanten hatten Resi`s Bar längere Zahlungsfristen gewährt und zudem in die Papiere investiert: der Weinlieferant geht Konkurs, der Bierlieferant wird von einem Konkurrenten übernommen. Die Bank wird durch den Freistaat mit großen Mengen Bargeld und zukunftssichernden Bürgschaften selbstverständlich gerettet.

P.S.Frei erfundenes Beispiel zu Schulungszwecken. Ähnlichkeiten mit eventuell wahren Gegebenheiten sind zufällig und nicht beabsichtigt. icon_lol

Gruß
Nachtfalke

Kleine Anmerkung: Resis Geschichte habe ich per Mail zu gesendet bekommen und stammt nicht von mir. Urheber ist unbekannt!

editiert von: Nachtfalke, 07.12.2008, 16:05 Uhr

diese fiktive geschichte enthält viele elemente aus der realen wirtschaftswelt. der zeitlink oben ist absolut lesenswert. weiterhin agieren diese gestalten ungebremst.

es grüsst

peteke


lernen und wissen

5. Januar 2009

hallo leute,

mehr denn je mangelt es an menschen, die neugierig sind und unerwartete fragen stellen. unsere schulen scheinen da nicht genug motivierende impulse zu geben. das ergebnis erleben wir täglich: problemlösungen werden meistens aus dem system heraus gedacht, dass die probleme miterzeugt hat. mein sohn beispielsweise hat erst auf einer privatschule wirklich gelernt, erfolgreich zu lernen.

interessantes kurzes interview mit dem neurobiologen gerald hüther, leicht zu lesen!

es grüsst

peteke