beissreflex


hallo leute,

das kränkelnde weltfinanzsystem und der ganze globalisierungszauber tun unserem lebensraum „erde“ schon lange nicht mehr gut. die lösung der probleme, die daraus weiterwachsen, hier findet ein echtes wachstum statt, werden gewiss nicht durch eine weitere weltweite vernetzung gelöst. es wird gegenwärtig nur vernetzt, was viel profit abwirft und diese spirale fördert.

das führungspersonal weltweit starrt weiterhin aus der systemsicht heraus auf die wachstumszahlen, wohl und wehe scheinen davon abzuhängen. alles dreht sich darum, ein „weiter so“ zu ermöglichen.

die heute hochentwickelten industriestaaten geben den aufstrebenden schwellenländern das vorbild und die illusion:

6 milliarden menschen können so luxuriös leben wie wir! das wird der planet erde aber niemals hergeben.

langfristig wird die lösung in der kleinräumigkeit, einer lokalisierung als gegenmodell liegen. dann kommen wieder die nationalstaaten ins spiel. hier in deutschland ist das traditionell in teilen der letzten generationen angstbesetzt.

der linke autor jürgen elsässer hat eine volksfront gegen das finanzkapital gegründet. zuverlässig kommt die taz dem erwarteten beissreflex nach. hauptsorge ist dort, dass mit rechten paktiert wird, anschlussfähigkeit an extreme rechte wird befürchtet. da gäbe es nach der reinen le(eh)re? unendlich viel! inhaltlich findet eine auseinandersetzung nicht statt, obwohl mir das sehr nötig erscheint.

bislang ist über jürgen elsässers neugründung noch nichts aus erster hand zu lesen. ich bleibe dran.

die ideen wirken richtig. jürgen, lass dich nicht beirren!

es grüsst
peteke

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3 Antworten to “beissreflex”

  1. peteke Says:

    hallo leute,

    ich stelle einkopiert eine presseerklärung von jürgen elsässer zum beitrag, die er mir geschickt hat:


    Schlägerüberfall nach linker Veranstaltung


    Am Samstag, 10. Januar, fand in Berlin die erste Veranstaltung der
 neugegründeten „Volksinitiative“ unter dem Motto
 „Weltwirtschaftskrise: Versagen die Linken? Was ist zu tun?“ statt.
Mit 120 Besuchern war der Andrang Interessierter beträchtlich. 

Hauptreferent Jürgen Elsässer, Buchautor und Mitarbeiter der 
sozialistischen Tageszeitung „Neues Deutschland“, stellte gleich zu 
Anfang klar, wo die erwünschte Breite der Initiative ihre klare Grenze
hat. „Eine Mitarbeit von NPDlern in unserer Initiative oder auch eine 
Zusammenarbeit lehnen wir strikt ab. Mit Leuten, die den Holocaust 
verharmlosen oder beschönigen oder den Nazismus verharmlosen oder 
rechtfertigen, wird es keine Form der Kooperation geben. Wer, wie die
NPD, immer noch im blutigen Sumpf der Vergangenheit steckt, ist für 
eine zukunftsorientierte Politik nicht zu gebrauchen.“ Am Vortag der
Veranstaltung hatte sich die NPD mit einer Erklärung der
“Volksinitiative“  angebiedert und auf deren „unverkrampftes“
Herangehen an Bündnisse spekuliert. Elsässer dazu: „Die NPD kann sich
 das abschminken. Das wird nicht passieren. Zwischen uns von der 
’Volksinitiative‘ und Nazis, und zwar nicht nur der NPD, sondern
 jedweder Couleur, steht eine Feuerwand der Abgrenzung.“ Intendiert, so 
Elsässer, sei eine „Volksfront“ in der Tradition des Bündnisses von 
Kommunisten, Sozialdemokraten und Bürgerlichen in den dreißiger
Jahren, die sich „gegen Faschismus und Krieg“ richtete. „Ein Spektrum
von Lafontaine bis Gauweiler ist das, was wir wollen.“

Die Veranstaltung dauerte etwa zweieinhalb Stunden und war von einer
 sachorientierten Diskussion geprägt, unter anderem um die Vorbereitung 
eines großen „Volkskongresses“ zur Kritik des Finanzkapitals, der
 spätestens im Mai stattfinden soll. Gegen 23 Uhr löste sich die 
Zusammenkunft auf. 

Eine knappe halbe Stunde später, als nur noch etwa 40 Leute im Saal
waren, stürmten sechs bis acht Vermummte herein und begannen mit 
Prügeleien. Offensichtlich hatten sie es auf einen Mann abgesehen, den
 sie als Nazi bezeichneten. Woher dieses Wissen rührte, war unklar,
denn weder diese Person noch irgend sonst jemand hatte sich während
 der Veranstaltung durch Diskussionsbeiträge, Zwischenrufe oder
Ähnliches als Rechtsradikaler zu erkennen gegeben. Wären wir als
Veranstalter darauf hingewiesen worden, dass sich Nazis in der
Versammlung befinden, hätten wir selbstverständlich Platzverweise 
ausgesprochen.

Der angeblich Nazi wurde mit einer Flasche niedergeschlagen und brach
 blutüberströmt zusammen. Ein zufällig am Nebentisch sitzendender 
junger Mann wurde ähnlich brutal zu Boden geprügelt. Beide mussten ins 
Krankenhaus gebracht werden. Weiterhin wurde ein Mitglied der
 „Volksinitiative“, das sich den Vermummten in den Weg gestellt hatte,
ins Gesicht geschlagen.

Wir werten diese Attacke als schweren Angriff auf die grundgesetzlich
 garantierte Meinungs- und Organisationsfreiheit. Offensichtlich maßt 
sich eine „antifaschistisch“ kostümierte Schlägertruppe an, unliebsame 
linke Organisationsansätze wie die „Volksinitiative“ durch physische 
Gewalt an der Verbreitung und Diskussion ihrer Ideen zu hindern. Dass 
sich angeblich ein Nazi unter den über hundert Anwesenden befunden
 haben soll, war nur ein Vorwand für das Rollkommando: Tatsächlich war 
schon am 07.01. auf der Website indymedia dazu aufgerufen worden, die
Veranstaltung zu stürmen: „Lassen wir Elsässer nicht alleine, besuchen 
wir ihn im Wirtshaus Max & Moritz und bereiten ihm und uns einen
 schönen Abend. Wirksame Gegen-Argumente sollten treffsicher 
vorgebracht werden.“ (Indymedia hatte den Post nach kurzer Zeit 
gelöscht.) 

Die „Volksinitiative“ wird sich nicht einschüchtern lassen, sondern
 ganz im Gegenteil ihre Arbeit verstärken. Wir werden eng mit Polizei
und Staatsschutz kooperieren, um die kriminelle Vereinigung, die für
 den Angriff verantwortlich ist, zu überführen – und um unsere 
künftigen Veranstaltungen zu sichern.



    Die Volksinitiative,

    12. Januar 2009


    Für Rückfragen: Jürgen Elsässer 0151/16016044

    da sind tazgeschilderte rechtstendenzen nicht erkennbar. das strickmuster dieses vorganges ist seit jahrzehnten gleich (beschissen). die machen sich im ergebnis zu systemstabilisatoren dessen, was sie vorgeben zu bekämpfen. innerhalb der linken ist schon lange (…) eine nötige diskussion überfällig: wer solche freunde hat, braucht keine feinde. die leute vom staatsschutz werden sich totlachen. arbeit, die man denen zuschreiben könnte, um fundamentalkritik zu erschweren, erledigt die antifa lange schon selbst.

    so wird das nix, ihr spakken!

    es grüsst
    peteke

  2. Gilbert Says:

    Moin peteke,

    da hast du es mal wieder brühwarm (nicht nur mit der Prügelei): bevor man sich mit in einigen Dingen anders Denkenden mal zu einem Gespräch zusammensetzt, schießt man sich aus ideologischen Gründen lieber eine Kugel ins Bein und trinkt anschließend einen Arsenpunsch. Ob es nun Rechte sind, die (natürlich) den ganzen Tag nichts anderes tun, als den Holocaust zu leugnen, oder die Palästinenser, die (allesamt und ohne Ausnahme) Terroristen sind – hauptsache, man muss nicht mit denen reden, denn sonst könnte man vielleicht feststellen, dass man zu 50% gleiche Vorstellungen von bestimmten Sachen hat. Die Welt ist eben nur in den seltensten Fällen Schwarz und Weiß und besteht meistens aus verschiedenen Schattierungen von Grau, aber das jeweilige persönliche Grau scheint eine außerordentlich exklusive Angelegenheit zu sein.

    Und eine gewisse Kleinräumigkeit mit deutlich weniger als 6.000.000.000 Menschen sehe ich genauso wie du. Eigentlich geht es nur noch darum, ob der Abbau human oder inhuman abläuft. Möglicherweise wird die Technik trotzdem einen Weg finden, auch die große Masse am Vegetieren zu halten, aber vermutlich kaum zu Bedingungen, die aus unserer Sicht noch erstrebenswert sind.

    Gruß Gilbert

  3. peteke Says:

    gilbert,

    in diesen minuten hacke ich noch an veränderungen im kommentarbeitrag herum. möglicherweise lässt sich neues lesen.

    gute nacht, morgen muss ich früh raus.
    gruss
    peteke

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