wie geht es weiter?


hallo leute,

wasser auf die mühlen dessen, was auf meiner seite hoffentlich als roter faden erkennbar ist, wurde am vergangenem wochenende zumindest von der taz geliefert. innerhalb des „weiter so“ des denken in der systemebene wird kein ausweg für kommende probleme möglich werden.

im interview mit daniel cohn bendit, man muss ihn nicht mögen, skizziert dieser ansätze für neue herangehensweisen an künftige herausforderungen. bestes zitat:

Wir haben keine Opelkrise, wir haben eine weltweite Krise der Automobilindustrie.

undenkbar bislang, derartiges von spitzenpolitikern zu lesen.

die autoren des buches: das ende der welt, wie wir sie kannten, claus leggewie und harald welzer, geben ein interview. das buch las ich noch nicht, beobachtete dieses aber mit gespannter aufmerksamkeit, besonders die reaktionen. mein thema!

alllgemein ist mir erkenbar: provokationen in den fragen mögen journalistisch legitim sein, aber: ein gewisses unverständnis für die thesen bleibt, nicht alleinig den lesern wird vorausgeeilt.

es zeigt sich erneut folgendes:
unser gegenwärtiges politpersonal, ständig hört man das heil erwartend im wachstum, wirkt überwiegend ungeeignet für zielführende korrekturen, die nötig sind. diese gestalten sind nicht in der lage, über das bestehende system hinaus zu denken und zu handeln.

wichtig erscheint mir, sich frei zu machen von der vorstellung, ein zusammenbruch unserer jetzigen wirtschafts“ordnung“ wäre eine katastrophe, zumindest plötzlich.

die beschwörung der wachstumsnotwendigkeit ohne unterlass hat einen unangemessenen zugang in die köpfe zu vieler gefunden. danach scheint es kein kein gutes leben mehr zu geben, zumindest hier. ein kolllaps des gegenwärtigen wirtschaftssystems, dessen bestand sich ausschliesslich aus immerwährendem wachstum speist, scheint bei vielen menschen ein unangemessenes untergangsbild zu erzeugen.

das wird nicht eintreten. es gibt ein leben nach dem wachstum. vielmehr werden grossartige chancen geboten.

über das co2 problem gibt es einen gesonderten beitrag.

es grüsst

peteke

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Eine Antwort to “wie geht es weiter?”

  1. Gilbert Says:

    Moin peteke,

    sehe ich auch so: die derzeitige Politkaste ist in der Hauptsache an ihrer eigenen Karriere sprich ihrem Bankkonto interessiert und, wenn man das eine oder andere Interview erlebt, in weiten Teilen zu verblödet, um Sachzusammenhänge zu begreifen. Leider kann man das, was einem als Alternative auf dem Wahlzettel angeboten wird, nur als idealistische Spinner bezeichnen. Irgendwie kein Ausweg.

    Gruß Gilbert

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