milch


hallo leute.

die milchwellen schlagen mal wieder hoch, im wahrsten sinne des wortes. wo wird die lösung gesucht? zwei lösungsansätze von den erzeugerverbänden stehen sich gegenüber:
der bundesverband deutscher milchviehhalter e. v. folgt mit seiner argumentation dem gesunden verstand:

„Es ist nicht zu verantworten, angesichts leerer Kassen und der dramatischen Situation der Bauern weitere Steuergelder zu verschwenden. Wir brauchen jetzt dringend Maßnahmen, die die Milchmenge reduzieren.“

der deutsche bauernverband sucht das heil weiterhin in subventionierter überproduktion, wachstum um jeden preis:

Jetzt gilt es, auch in Schwellenländern wie China und Indien und in den Rohstoff exportierenden Ländern mit deutscher Milch und Milchprodukten wieder Fuß zu fassen, zeigte sich Sonnleitner überzeugt.

die politik wird die lösung im internationalen strudel finden. deutschland versorgt den zahlenden rest der welt mit milch.

milch(produkte) werden so oder so teurer werden, weil bislang künstlich billig gehalten. die offensichtlich wachstumsferne variante erscheint mir verträglicher.

es grüsst

peteke

Advertisements

Schlagwörter: ,

2 Antworten to “milch”

  1. Gilbert Says:

    Also doch Subvention und Staatswirtschaft !

    „Begrenzung der Milchmenge“ heißt mit anderen Worten, der Staat legt fest, welcher Bauer Milch zu welchen Preisen produzieren darf. Andere Bauern werden ausgemustert, ggf. mit staatlicher Hilfe in Hartz-IV oder was auch immer „übergeleitet“. Dazu kann ich nur sagen:

    a) Die Bauern werden dann ebenso zu staatlichen Lohnempfängern wie die Ärzte, und das bei vollem Risiko des Selbständigen. Wie das bei leeren Kassen ausgeht, sieht man gerade bei den Ärzten.

    b) Die staatliche Gängelung hat in 50 Jahren EWG-EU zu nichts geführt als zu Problemen, Verschwendung, Subvention und hohen Preisen. Wieso sollte sich jetzt was daran ändern ?

    Man kann ja umgekehrt auch mal fragen, wieso ein Bauer mit ein paar Hektar Land einen 500 PS-Trecker mit 2,20 m-Reifen braucht …

    Aber wenn die Leute Sepukko betreiben wollen, sollte man sie nicht aufhalten.

    Grüße aus Ostfriesland
    Gilbert

  2. peteke Says:

    ich meine nicht subvention, sondern einen milchpreis, der erzeugungskosten und angemessenen ertrag wiederspiegelt und das unsubventioniert. ohne frage wären dann die milchpreise regional sehr unterschiedlich. das würde die überproduktion gewiss begrenzen und die milchweltreisen drosseln. hier sind unendliche wachstumsgelüste!
    wenn die milch(produkte) eh ‚ teurer werden, sollte das geld nicht in das von dir zu recht kritisierte fass ohne boden fliessen. „echte“ marktwirtschaft wäre hilfreich. der eu moloch begünstigt ja überwiegend die grossen.
    für den riesentrecker, voll im systemtrend…, ist zu befürchten, dass es freundlichen (eu) zuschuss gab.

    gruss
    peteke

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: