Archive for the ‘wachstum’ Category

rente mit 120

5. Januar 2012

hallo leute,

in der rentendiskussion ist die rente mit 70 ins spiel gebracht worden.
wenn die vorschläge weiter geleitet werden vom glauben an ein unendliches wachstum, hat mein beitrag beste chancen.

klotzen und nicht kleckern:

rente mit 120!
vorteile sind offenkundig:
die altersrente wird nicht mehr erlebt. es wird nur noch rente bei erwerbsunfähigkeit gezahlt. diese kann dann auch unbedenklich erhöht werden.
zur sozialen abfederung findet die beerdigung schliesslich kostenlos auf dem betriebsfriedhof statt. dafür wird ein fonds gegründet, in den arbeitnehmer – und geber zu gleichen teilen einzahlen.

na?

hat sich bislang keiner getraut, weiter zu denken.

es grüsst

dioxinskandal?

7. Januar 2011

hallo leute,

zum thema einige anmerkungen:

im vom unendlichen wachstum geleiteten system, wo immer massenhafter und billiger produziert werden muss wecken grenzwerte eher sportlichen ehrgeiz.
im fettanteil der futtermischung war die zulässige höchstmenge „nur“ um das doppelte überschritten.
ergo: in der fertigmischung ist der wert unterhalb der legalen höchstmenge. warum also das geschrei?

einige aspekte zum gegenwärtigen aktionismusgetriebe:

der ruf nach mehr lebensmittelkontrolleuren ist augenwischerei. schliesslich sind deren stellen in den klammen ländern seit jahren unterbesetzt. und das wissen die auch.

durch den druck wird hauptsächlich der blick selektiv auf das dioxin gerichtet. in zukunft werden weitere schadstoffe entdeckt werden, auf die bislang noch niemand gekommen ist.

wenn fettbetriebe nicht mehr auf dem selben grundstück technische- und verzehrfette produzieren dürfen…
… wird das grundstück eben geteilt. windige juristen werden ihre dienste bald anbieten!

aus dem unendlichen wachstumsystem heraus können nur kosmetische „lösungen“ gebracht werden.

es grüsst

peteke

lesetipp

28. Oktober 2010

hallo leute,

im neuen halbjahresheft von le monde diplomatique mit dem titel: nano. gen. tech. schreibt auch niko paech. sein beitrag ist: die legende vom nachhaltigen wachstum. seine konstruktive radikalkritik am herrschenden system von wirtschaft und politik wird auch über eine zeitlich höhere verweildauer in der leserschaft hoffentlich immer mehr köpfe erreichen.
ich schrieb bereits über ihn.

es grüsst

peteke

neues von niko paech

10. September 2010

hallo leute,

heute komme ich mal wieder mit einem längeren text daher. er ist von niko paech in der heutigen ausgabe von le monde diplomatique deutschsprachig erschienen. thema: die legende vom nachhaltigen wachstum. auch für neuzweifler an die richtigkeit des leitglaubens in politik und wirtschaft ist dieser text gut geeignet: es wird perspektivisch der ausblick geboten auf eine postwachstumsökonomie.

ich hatte mal gelegenheit, einen vortrag von ihm zu hören. seine argumentation ist äusserst durchdacht und hält stets den roten faden.

es grüsst

peteke

aussteiger

2. Juni 2010

hallo leute,

nach dem rücktritt von horst köhler vom bundespräsidentenamt ist als grund seine umstrittene äusserung zu bundeswehreinsätzen  unangemessen in den vordergrund geraten.
zum umgang mit der letzten finanzkrise war vergleichsweise wenig von ihm zu hören.er hätte gewiss mehr dazu zu sagen gehabt: schliesslich ist er ja beruflich auch in der finanzwelt sozialisiert und hat da sicherlich mehr überblick als viele andere, die entscheidungen fällen.

ich neige zu der einschätzung, dass der bürgerpräsidentteil von horst köhler nicht mehr in der lage war, die richtigkeit des ganzen treibens vor der bevölkerung zu vertreten. das wird unter seinem intellektuellen niveau gewesen sein. ihm wurde zunehmend klar, dass er im gegenwärtigen politikgetriebe nicht mehr verstanden werden konnte.

sein rückzug wäre dann konsequent.

als er in seiner berliner rede, ich berichtete, das wirtschaftswachstum selbst in frage stellte, muss es einsam um ihn gewesen sein. auf meinen beitrag dazu bekam ich eine papierschriftliche positive rückmeldung aus dem bundespräsidialamt. in einem späteren anruf wurde ich jedoch darum gebeten, das schreiben nicht ins blog zu stellen, da man nicht wünsche, dass briefe von dort „im internet vagabundieren“. ich versprach, das nicht zu tun und habe mich daran gehalten. interessierte leser können das schreiben bei mir einsehen.

wunderschön ein bild aus einem leserbrief in einem anderen blog:

Herr Köhler hat den Eisberg in der Ferne blinken sehen und wollte nicht auf der Brücke stehen, wenn es kracht.

man wird ihn bald vermissen!

es grüsst

peteke

krisenbewältigung

12. Mai 2010

hallo leute,

die nachrichten sind heute ziemlich kleinlaut zum thema schuldenkrise. hinter den kulissen wird es heftig brodeln.

asr berichtet vom Treffen der obersten Zentralbanker in Zürich

es grüsst

peteke

euro(pa) auf crashkurs

11. Mai 2010

hallo leute,

die euro-krise nimmt täglich zu. das schuldenwachstum wird immer astronomischer. wahrscheinlich wird bald der beweis geführt, dass es ein fast unendliches wachstum gibt, zumindest bei den schulden.

realgeld wird zu spielgeld für die global players, wenn die schuldenbombe wahrscheinlich platzt: schliesslich garantiert deutschland ja die rückzahlung von bislang 123 mrd. euronen und ein ende ist nicht in sicht. in diesem fall wird es keinen rettungsschirm auf pump, wie bislang, mehr geben.

das ist aber dann auch eine echte chance: die menschen hier in deutschland werden dann vom euro und der eu die nase gestrichen voll haben, ebenso vom politischen personal, das dafür stand. schon, was wir heute erleben, ist nicht die ‚geschäftsgrundlage‘ für zustimmung der bevölkerung für eine weitere eu-mitgliedschaft und verbleib beim euro. abwarten, ob die sich bald trauen, umfrageergebnisse zum thema zu bringen.

die bild-zeitung untertreibt ausnahmsweise einmal: nicht ‚wir‘ sind europas deppen, eher das politische personal.

nach dem eurocrash wird es vermutlich keine mehrheit für einen „neuro“ geben. der ruf nach der mark wird dann laut werden. und: europa muss ganz neu gedacht werden.

es grüsst

peteke

haste‘ mal ’ne mark?

4. Mai 2010

hallo leute,

absehbar scheint das griechische problem sich auszuweiten. alle finanzexperten, zumindest aus den hauptstrom – qualilätsmedien, haben das so nicht vorhergesagt. das wahrscheinlich dicke ende kann man nur erahnen. die gegenwärtige politik, die uns da hineingeritten hat, wird das problem nicht lösen.
der rettungsschirmhalter deutschland, stets löwenanteilsträger, ist schon an allen grenzen. weiterer schirmbedarf wird bald eintreten…

kaum gross berichtet wird die diskussion über wiedereinführung der d-mark. da scheint ein informelles stillhalteabkommen zu bestehen in weiten teilen des mediengetriebes, weil die politik diese auseinandersetzung fürchtet. eine debatte zu diesem thema im bundesstag wäre jetzt purer sprengstoff. unter der hand jedoch läuft da mehr, als uns berichtet wird. ich vermute, es gibt schon als plan b fertige d-mark druckplatten!

links zum thema: welt-online und zdf

ich hoffe, die links halten. zumindest am welt-link wurde schon mal herumgeschraubt!

es grüsst

peteke

buchtipp

18. April 2010

hallo leute,

heute wurde in deutschlandradio kultur ein lesenswertes buch besprochen:

Meinhard Miegel:
Exit. Wohlstand ohne Wachstum
Propyläen Verlag, Berlin/2010.

schnörkellos wird das wachstumsgehabe, dass immer noch die leitung des denkens und handelns bestimmt, zerlegt. angenehm: es wird der systemspielball co2 problem? nicht aufgenommen.

7 milliarden menschen auf diesem planeten können niemals alle mit dem eigenen auto zu mc. donalds fahren und so leben wie wir, auch wenn alle so tun!

es grüsst

peteke

gerechtigkeit

11. Januar 2010

hallo leute,

heute gibt es zum nachlesen ein telepolis interview mit dem philosophen und journalisten peter zudeick über das thema gerechtigkeit. seine sicht der lage bietet eine gute einschätzung und auswege aus der sackgasse des gegenwärtigen vom wachstumsdenken geleiteten wirtschaftswundersystems.
nachgereicht noch anmerkungen zu den jahreswechselreden von angela merkel und horst köhler: appelle an gemeinsinn und ehrenamt sind zwar immer enthalten, nur hatten diese nun einen neuen klang. ich deute das als ein indirektes eingeständnis dafür, das jetzige politik mit dem vorhandenen personal keinen ausweg bieten kann. horst köhler verzichtet wohl bewusst auf das (un)wort „wachstum“.

angela merke beschwört es, sie kann nicht anders.

es grüsst

peteke